Der Autor

Harald ReiterHarald Reiter, der Autor dieses Blogs, geboren 1970, ist seit frühester Kindheit mit dem Bazillus Klassische Musik infiziert. Als Kind und als Teenager lebte er quasi-autistisch in seiner Innenwelt, bestehend aus Film, Kunst, Literatur, Philosophie und Musik. Mit Mitte 20 war er schließlich im Nirvana, einem großen und gut sortierten Ladengeschäft für Klassik und Jazz, angekommen. Er blieb fast sechs Jahre, während derer er frei war, Nacht für Nacht soviele CDs, wie er wollte, zum Hören mit nach Hause zu nehmen. Für ihn, den Schulabbrecher, war das die Studienzeit.

Schnitt: 2002 trieb mich der Wunsch nach Veränderung zu Universal Music nach Berlin , den deutschen Vermarkter von Deutsche Grammophon, DECCA und ECM. So schnell wie ich dort angeheuert hatte, war ich auch wieder gefeuert. Kinderlos, neu im Unternehmen, Umstrukturierung, Sozialpläne – und das wars. Ich schaute mir einen Sommer lang Berlin an. Als mein Geld zur Neige ging beschloß ich, mein Knowhow in Sachen Klassik und Jazz „zum Markte” zu tragen. Die Kontakte aus der Handelszeit waren hilfreich, relativ schnell hat sich ein Auftragskonglomerat aus DJ-ing (jawohl, in Berlin gibt es Clubs, in denen manchmal Klassik läuft), CDs machen, sowie editorischen und journalistischen Arbeiten ergeben.

Schnitt: April 2007. Ort: Eine Bar in Berlin-Schöneberg. Ich sitze mit einem Freund von mir, der noch bei Universal arbeitet, beim Bier. Und beim Herumphilosophieren (in der Industrie arbeiten mehr Nerds, als man sich vorstellen kann). Welche Bruckner 8 ist gut und warum, wie dirigiert wer die Pathétique, was hat gewisse Künstler früher von denen heute unterschieden, kurz: Die interessanten Themen, abseits der Bedürfnisse von Markt und Marketing. Und irgendwann morgens um drei hatten wir beschlossen, dass solche Themen ein Forum brauchen…

Konkretisiert wurde diese Idee ein paar Wochen später, als wir in der selben Kneipe diesmal zu dritt saßen, mit einem anderen Freund von uns, der gerade auf der Suche nach einem passenden Abschlußprojekt für sein interdisziplinäres eBusiness-Studium war. Sein Team übernahm Design und Programmierung - und da waren wir. Also: Für die Musik!




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