<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<!-- generator="wordpress/2.2.2 DE-Edition" -->
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	>

<channel>
	<title>Für die Musik - Das Klassikblog</title>
	<link>http://www.fuer-die-musik.de</link>
	<description>Klassik</description>
	<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 16:38:16 +0000</pubDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.2.2</generator>
	<language>de</language>
			<item>
		<title>So sollte und so kann Schumann klingen - wie alte und neue Platten beweisen</title>
		<link>http://www.fuer-die-musik.de/2008/03/07/so-sollte-und-so-kann-schumann-klingen-wie-alte-und-neue-platten-beweisen/</link>
		<comments>http://www.fuer-die-musik.de/2008/03/07/so-sollte-und-so-kann-schumann-klingen-wie-alte-und-neue-platten-beweisen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 16:24:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aufnahmen]]></category>

		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
<category>breites Tempo</category><category>Celibidache</category><category>Deutscher Klang</category><category>Romantik</category><category>Schumann</category><category>Sinfonie</category><category>Symphonie</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fuer-die-musik.de/2008/03/07/so-sollte-und-so-kann-schumann-klingen-wie-alte-und-neue-platten-beweisen/</guid>
		<description><![CDATA[Ein neues Label macht sich (hoffentlich nachhaltig) daran, die offenen Repertoirel&#252;cken in Sergiu Celibidaches Hinterlassenschaft aus der M&#252;nchner Zeit zu schlie&#223;en! Mehr dazu gleich im dritten Absatz&#8230;
Dieses Weblog meldet sich nach einer Auszeit zur&#252;ck - auf den besonderen Wunsch eines Lesers (siehe Kommentare zu &#8220;Celibidache - Wir brauchen mehr&#8221;) zu Sergiu Celibidache als Schumann-Dirigent. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein neues Label macht sich (hoffentlich nachhaltig) daran, die offenen Repertoirel&#252;cken in Sergiu Celibidaches Hinterlassenschaft aus der M&#252;nchner Zeit zu schlie&#223;en! Mehr dazu gleich im dritten Absatz&#8230;</p>
<p>Dieses Weblog meldet sich nach einer Auszeit zur&#252;ck - auf den besonderen Wunsch eines Lesers (siehe Kommentare zu &#8220;Celibidache - Wir brauchen mehr&#8221;) zu Sergiu Celibidache als Schumann-Dirigent. In diesem Artikel gab es zun&#228;chst keinen Grund, auf Schumann zu sprechen zu kommen, denn EMI hatte im Rahmen der M&#252;nchner Philharmoniker Edition fast keine W&#252;nsche offen gelassen, es gab (gibt) die<em> <a href="http://www.amazon.de/Sinfonie-2-Variationen-Sergiu-Celibidache/dp/B00000JQI8/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1204905638&amp;sr=1-2" target="_blank">2. Symphonie</a></em>, gekoppelt mit Brahms&#8217; <em>Haydn-Variationen</em>. Und eine meiner absoluten Lieblingsplatten: <a href="http://www.amazon.de/First-Authorized-Vol-1-Schumann/dp/B000002RZM/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1204907632&amp;sr=1-1" target="_blank">Schumanns <em>3.</em> und <em>4. Symphonie</em></a> aus der ersten EMI-Box von 1997. An diesen Mitschnitten zeigt sich, wie sehr der Verfasser besagten Kommentars  mit seinen Einsch&#228;tzungen richtig liegt. Unter welchem anderen Dirigenten hatten Schumanns Melodien je die Freiheit, derart weit auszuschwingen? Wohlgemerkt: Dies f&#252;hrt nicht zum Spannungsverlust, wie es Celi oftmals vorgeworfen wurde, sondern im Gegenteil zu einer Steigerung der Spannung bis ins &#196;u&#223;erste. Vom tiefen, begl&#252;ckenden Musikerlebnis, das mit solcher Weite korreliert ist, ganz zu schweigen. Und was die M&#252;nchner Philharmoniker unter Celibidache aus dem magischen &#220;bergang in den Schlu&#223;satz der <em>4. Symphonie</em> machen, entzieht sich schlichtweg der Beschreibung. Man muss es geh&#246;rt haben&#8230;</p>
<p>Allerdings sind beide Platten, wie die Verlinkungen zeigen, mittlerweile nur noch antiquarisch bzw. im Ausland erh&#228;ltlich. Hinsichtlich Anschaffungspreis und Verf&#252;gbarkeit lohnt es sich &#252;bringens, im Ernstfall auch amazon.co.uk und amazon.com zu checken. Bei beiden kann man mit seinem deutschen Kennwort, seinem deutschen Benutzernamen und der in der deutschen Amazone bereits registrierten Kreditkarte einkaufen. Und wenn  die deutschen Anbieter nicht weitsichtig genug sind, die Dinge im Markt zu belassen, dann muss man sich eben oftmals anderswo behelfen.</p>
<p>Das neue Celibidache-Label hei&#223;t <a href="http://www.altusmusic.com/" target="_blank">Altus</a>. Dort sind drei neue Celibidache-CDs erschienen, s&#228;mtlich Live-Mitschnitte von 1986 aus Tokyo. Die Programme: Bruckner, <em>Symphonie Nr. 5</em>; <em>Brahms Symphonie</em> Nr. 4; Und: Eine CD mit Mussorgskys<em> Bilder einer Ausstellung</em>, und Schumanns <em><a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/9650765" target="_blank">4. Symphonie</a></em>! - Die hier noch gewaltiger ausf&#228;llt, als im M&#252;nchner Mitschnitt. Zu meiner eigenen &#220;berraschung habe ich die Platten in Berlin bei Dussmann entdeckt. Amazon scheint sie noch nicht zu f&#252;hren, wohl aber jpc (siehe Verlinkung eine Zeile weiter oben). Hoffentlich kommt da noch mehr&#8230;</p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/?p=79&amp;akst_action=share-this"  title="Weitersagen" id="akst_link_79" class="akst_share_link" rel="nofollow">Weitersagen</a>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fuer-die-musik.de/2008/03/07/so-sollte-und-so-kann-schumann-klingen-wie-alte-und-neue-platten-beweisen/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Ist guter Klang letztlich doch ein Fa&#223; ohne Boden?</title>
		<link>http://www.fuer-die-musik.de/2008/01/04/ist-guter-klang-letztlich-doch-ein-fass-ohne-boden/</link>
		<comments>http://www.fuer-die-musik.de/2008/01/04/ist-guter-klang-letztlich-doch-ein-fass-ohne-boden/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 17:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aufnahmen]]></category>

		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<category>Klang</category><category>Klangqualität</category><category>musikalische Elektronik</category><category>Technik</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fuer-die-musik.de/2008/01/04/ist-guter-klang-letztlich-doch-ein-fass-ohne-boden/</guid>
		<description><![CDATA[&#220;ber Jahre war ich jetzt zufrieden mit dem, was ich hatte. Gemeint ist meine mit Gl&#252;ck, Geduld und etwas Geschick auf meinen eher moderat gef&#252;llten Geldbeutel abgestimmte Musikanlage, angesiedelt am oberen Ende von HiFi und am unteren von High End. Linn Classik Music, ein Kombiger&#228;t, das CD-Player und Verst&#228;rker in einem Geh&#228;use einschlie&#223;t, Linn LK [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber Jahre war ich jetzt zufrieden mit dem, was ich hatte. Gemeint ist meine mit Gl&#252;ck, Geduld und etwas Geschick auf meinen eher moderat gef&#252;llten Geldbeutel abgestimmte Musikanlage, angesiedelt am oberen Ende von HiFi und am unteren von High End. Linn Classik Music, ein Kombiger&#228;t, das CD-Player und Verst&#228;rker in einem Geh&#228;use einschlie&#223;t, Linn LK 140, eine ziemlich potente Endstufe, gekauft als Auslaufmodell zu Sonderkonditionen, sowie ein gematchtes Celestion 300 Boxenpaar, das mir nur deshalb bezahlbar wurde, weil ich bereit war, einen zehn Jahre lang originalverpackten Artikel zu kaufen, der mich ohne Ende Nerven kosten wird, sollte ich je ein Ersatzteil auftreiben m&#252;ssen. Es hat lange gedauert, bis 35, ehe ich das Gl&#252;ck hatte, ein paar Monate lang doppelt zu verdienen und mir eine Anlage dieser Qualit&#228;t leisten zu k&#246;nnen.</p>
<p>Mit Technik und Besitzt&#252;mern will ich niemanden langweilen. Der Punkt ist: Das Setup macht wunderbar musikalisch Musik, ideal f&#252;r Klassik und Jazz. Und wenn man elektronische Musik damit h&#246;rt, dann kommt man aus dem Staunen &#252;ber das leuchtend pr&#228;zise, absolut zeitechte Ansprechverhalten nicht mehr raus. Ich habe Anlagen geh&#246;rt, die das sechsfache kosten w&#252;rden und nicht so musikalisch waren. Damit war das Thema HiFi f&#252;r mich erledigt, zwei Jahre lang.</p>
<p>Nun f&#252;hre ich mit meinem besten Freund eine seit Jahren immer mal fortgesetzte Diskussion. Thema: Kann man als qualit&#228;tsorientierter Mensch irgendwann zufrieden sein mit dem, was man hat und aufh&#246;ren zu suchen, zu jagen, zu kaufen? Wohlgemerkt: Das Thema ist Qualit&#228;t, nicht irgendein Statuswahn, den wir im &#252;brigen beide zum Kotzen finden. Meine Antwort auf diese Frage war immer &#8220;ja&#8221;, seine &#8220;nein&#8221;. Jedenfalls war er der Meinung, ich k&#246;nnte das nicht.</p>
<p>Dummerweise bin ich zwischen den Jahren beim Schlendern durch die Stadt mit meiner Freundin in einen HiFi Laden gestolpert und habe dort etwas geh&#246;rt, was mich denken l&#228;&#223;t, dass mein Freund Axel wahrscheinlich recht hat. Es gibt meist und f&#252;r (fast) jeden einen sehr gro&#223;en Unterschied zwischen etwas Teurem, oder etwas hymnisch Rezensiertem, und einem echten, eigenen, authentischen Wow-Erlebnis.  Wer hat nicht schon mal einen kostspieligen Wein gekostet und bei sich gedacht &#8220;na ja, ist ja ganz nett, aber&#8230;&#8221;? -Ich gehe also in diesen Laden und sehe da zwei Lautsprecherboxen stehen , die mir visuell sehr gefallen. &#8220;Kann ich die mal h&#246;ren?&#8221; frage ich ohne jede Absicht. &#8220;Ja, klar&#8221;. &#8220;Habt ihr auch Klassik da?&#8221; Yep, hatten sie. Und au&#223;erdem eine CD-Payer/ Verst&#228;rker-Kombination, von der ich bis dahin noch nie was geh&#246;rt habe. &#8220;Damit bespielen die bei Dynaudio (der Boxenfirma) auch ihre ganz gro&#223;en Dinger&#8221; hie&#223; es zu den Ger&#228;ten sp&#228;ter lapidar.</p>
<p>Die Musik f&#228;ngt also an und schon nach ein paar Takten f&#252;hle ich mich wie zum in die Luft springen. Fast tut die Lebendigkeit dieser Schallwellen schon k&#246;rperlich weh. Meine Freundin, die was ganz anderes macht und mit diesen Dingen nicht halb so wahnsinnig ist, reagiert genauso. Einfach der Hammer. Und nat&#252;rlich entsprechend teuer, wenn auch lange nicht am Ende des Spektrums angesiedelt. Zum Gl&#252;ck aber teuer genug, damit nicht mal das Nachdenken dar&#252;ber lohnt. Doch wenn ich&#8217;s h&#228;tte, ich h&#228;tt&#8217;s vom Fleck weg gekauft. Beziehungsweise h&#228;tte ich alles andere in dieser Preisklasse durchrecherchiert und es dann gekauft. Na ja, wahnsinnig eben. Und Axel hat wohl recht, es h&#246;rt niemals auf&#8230;</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2008/01/1187021878.jpg" rel="lightbox[pics77]" title="1187021878.jpg"><img src="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2008/01/1187021878.thumbnail.jpg" alt="1187021878.jpg" class="imageframe imgaligncenter" height="750" width="500" /></a></p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/?p=77&amp;akst_action=share-this"  title="Weitersagen" id="akst_link_77" class="akst_share_link" rel="nofollow">Weitersagen</a>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fuer-die-musik.de/2008/01/04/ist-guter-klang-letztlich-doch-ein-fass-ohne-boden/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Real CrossOver - Notizen beim Platten aufr&#228;umen</title>
		<link>http://www.fuer-die-musik.de/2007/12/29/real-crossover-notizen-beim-platten-aufraeumen/</link>
		<comments>http://www.fuer-die-musik.de/2007/12/29/real-crossover-notizen-beim-platten-aufraeumen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 Dec 2007 18:54:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<category>Crossover</category><category>DJ</category><category>Klassik-DJ</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fuer-die-musik.de/2007/12/29/real-crossover-notizen-beim-platten-aufraeumen/</guid>
		<description><![CDATA[Zugegeben, mein Gebrauch des - ohnehin zweifelhaften - W&#246;rtchens CrossOver f&#252;r das Folgende entspricht nicht ganz der &#252;blichen Verwendung. Aber er trifft den Wortsinn. &#8220;To cross over&#8221; - auf die andere Seite gehen - meint hier mal nicht einen K&#252;nstler, sondern direkt die Musik, besser: den musikalischen Verlauf.
Im Zuge meiner Dezember-Engagements bei diversen Weihnachtsfeiern hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, mein Gebrauch des - ohnehin zweifelhaften - W&#246;rtchens CrossOver f&#252;r das Folgende entspricht nicht ganz der &#252;blichen Verwendung. Aber er trifft den Wortsinn. &#8220;To cross over&#8221; - auf die andere Seite gehen - meint hier mal nicht einen K&#252;nstler, sondern direkt die Musik, besser: den musikalischen Verlauf.</p>
<p>Im Zuge meiner Dezember-Engagements bei diversen Weihnachtsfeiern hatte ich einen Veranstalter, der etwas haben wollte, was DJs wie Auftraggeber normalerweise scheuen wie der Teufel das Weihwasser. N&#228;mlich eine musikalische Mischung grundverschiedener Stilrichtungen. Genauer gesagt akzeptierte man schlie&#223;lich meinen Vorschlag einer Mischung aus Klassik, Jazz und sanften Ambient- und Electrotracks. Was mich immer schon gereizt hat, die flie&#223;enden interdisziplin&#228;ren Verbindungslinien der Musik im Rahmen einer Loungeveranstaltung aufzuzeigen, ohne dabei etwas zu produzieren, was anstrengend, was nicht Entertainment sei. So verschieden sind die Dinge eben nicht. Gute Musik ist gute Musik. Dis Schwierigkeit liegt wenn dann beim atmosph&#228;rischen Feingef&#252;hl f&#252;r die &#220;berg&#228;nge. Dieser Abend bot also die Gelegenheit sowas mal zu versuchen, denn der Veranstalter, eine Berliner Eventagentur, wollte keine Party, sondern eine eher besinnliche Stimmung, eine Art Anti-Stress-Genuss-Programm gegen den bereits allseits grassierenden Weihnachts-Burnout. Alles ganz &#8220;Lounge&#8221; und &#8220;Chillout&#8221;, daraufhin war auch die Location, eine Kirche,  atmosph&#228;risch  ein- und ausgerichtet.</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/12/cimg1084.JPG" rel="lightbox[pics75]" title="cimg1084.JPG"><img src="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/12/cimg1084.thumbnail.JPG" alt="cimg1084.JPG" class="imageframe imgaligncenter" height="375" width="500" /></a></p>
<p>Die Vorbereitung auf sowas zwingt einen geradezu zum Nachdenken &#252;ber die Cluster musikalischer Querbez&#252;ge. Jetzt bringt mich mein jahresendliches Platten aufr&#228;umen zur Rekapitulation. Zuerst habe ich mir Sets zu bauen versucht, die immer ein Klassikst&#252;ck mit einem Jazztitel und einem Electro-Track kombinierten. Das war dann doch zuviel des Guten. Also entschied ich mich f&#252;r Mikrosets von je 20 - 30 Minuten pro Musikrichtung, um dann einen sanften Wechsel zu vollziehen. Zum Beispiel von einem moderat schnellen barocken Konzertsatz Johann Heinrich Schmelzers &#252;ber ein abstrakt-ostinates St&#252;ck des Keith Jarrett Trio, etwa von der Scheibe &#8220;Endless&#8221;, hinein in den Jazz. Von dort f&#252;hrt vieles weiter in elektronische Gefilde, vielleicht &#8220;Hour of Need&#8221; von Faithless, oder Gravenhursts &#8220;Song Among the Pine&#8221;.</p>
<p>Der R&#252;ckweg: &#8220;You Stayed&#8221; von De Phazz bringt uns wieder in Richtung Jazz, und Oscar Petersons &#8220;The Prayer, A Jazz Hymn&#8221; eine halbe Stunde  auf die Spur der klassischen Musik zur&#252;ck, die man vielleicht mit einer Nocturne von Frédéric Chopin, gespielt in einer Version f&#252;r Klavier und Violoncello von Thomas Larcher und Thomas Demenga, erneut betritt. So ungef&#228;hr verliefen meine Linien. Es hat echt gut funktioniert in dieser Atmosph&#228;re. Und es macht einen Heidenspass, denn mit ein paar Vor&#252;berlegungen l&#228;&#223;t sich sowas endlos weiterf&#252;hren.</p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/?p=75&amp;akst_action=share-this"  title="Weitersagen" id="akst_link_75" class="akst_share_link" rel="nofollow">Weitersagen</a>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fuer-die-musik.de/2007/12/29/real-crossover-notizen-beim-platten-aufraeumen/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Neuer DG Webshop: Klassik-Downloads - so kann es funktionieren&#8230;.</title>
		<link>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/29/neuer-dg-webshop-klassik-downloads-so-kann-es-funktionieren/</link>
		<comments>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/29/neuer-dg-webshop-klassik-downloads-so-kann-es-funktionieren/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2007 12:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aufnahmen]]></category>

		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<category>Deutsche Grammophon</category><category>DG</category><category>Download</category><category>Internet</category><category>Klangqualität</category><category>Klassik im Netz</category><category>MP3</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/30/neuer-dg-webshop-klassik-downloads-so-kann-es-funktionieren/</guid>
		<description><![CDATA[
 Seit ein paar Tagen ist nun der neue Deutsche Grammophon Downloadshop online, und ich, als alter Download-Skeptiker, muss echt sagen: Das ist ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung!
Erstens: Die einzige dort verf&#252;gbare Bitrate von 320 kbps setzt einen neuen Ma&#223;stab f&#252;r Klangqualit&#228;t im Netz, der von der einer CD nicht mehr so weit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/11/dg_webshop.jpg" rel="lightbox[pics-1196424386]" title="dg_webshop.jpg"><img src="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/11/dg_webshop.jpg" alt="dg_webshop.jpg" class="imageframe imgaligncenter" height="210" width="289" /></a></p>
<p style="text-align: center" align="left"> Seit ein paar Tagen ist nun <a href="http://www.dgwebshop.com">der neue Deutsche Grammophon Downloadshop</a> online, und ich, als alter Download-Skeptiker, muss echt sagen: Das ist ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung!</p>
<p>Erstens: Die einzige dort verf&#252;gbare Bitrate von 320 kbps setzt einen neuen Ma&#223;stab f&#252;r Klangqualit&#228;t im Netz, der von der einer CD nicht mehr so weit entfernt ist. Konsequent wurden also niedrigere Bitraten vermieden, die auch f&#252;r Klassik und Jazz echt keinen Sinn machen.</p>
<p>Zweitens: Alle MP3s sind DRM-frei!!!</p>
<p>Drittens: Die MP3s des DG-Shops sind offen f&#252;r alle Player.</p>
<p>Viertens: Die Preispolitik ist mit im Schnitt € 11.99 pro Album ok, obwohl es auch durchaus 9.99 h&#228;tten sein k&#246;nnen <img src='http://www.fuer-die-musik.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>F&#252;nftens: Das Repertoire macht Sinn. Neben allen aktuellen Neuheiten startet der Shop mit 600 Alben, die als physische Tontr&#228;ger nicht mehr verf&#252;gbar sind, 100 davon gibt es nur in diesem Shop.</p>
<p>Wenn dieser Weg konsequent weiterverfolgt wird und vielleicht auch bei ein paar anderen Companies Schule macht, dann stehen uns Klassik &amp; Jazz Freaks durch das Netz vielleicht doch noch goldene Zeiten bevor, denn es gibt zahllose legend&#228;re Titel aus der Vergangenheit, die physisch wohl nie wieder so auf den Markt gebracht werden k&#246;nnen, dass es rentabel w&#228;re. Man h&#246;rt, die DG plane mittelfristig ihr k-o-m-p-l-e-t-t-e-s Archiv verf&#252;gbar zu machen, also alles zu digitalisieren und anzubieten, was dort jemals aufgenommen wurde.</p>
<p>Tja, das w&#228;re doch ein Traum!</p>
<p>F&#252;r die n&#228;chsten Tage habe ich mich jedenfalls bereits bei ein paar technisch beschlageneren Freunden von mir zur Nachhilfe aufgedr&#228;ngt - die behaupten doch ernsthaft, ich k&#246;nne solche MP3-Files auch vom Mac aus &#252;ber meine audiophile Linn-Anlage abspielen!? Oh&#8217; strahlende Zukunft&#8230;</p>
<p>Zieht der Rest der Klassikwelt jetzt nach? War es das endg&#252;ltig mit DRM?</p>
<p>Kommentare und Meinungen, bitte.</p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/?p=69&amp;akst_action=share-this"  title="Weitersagen" id="akst_link_69" class="akst_share_link" rel="nofollow">Weitersagen</a>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/29/neuer-dg-webshop-klassik-downloads-so-kann-es-funktionieren/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Ein heimlicher Weltstar</title>
		<link>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/25/der-heimliche-weltstar/</link>
		<comments>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/25/der-heimliche-weltstar/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2007 11:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<category><![CDATA[Aufnahmen]]></category>

		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
<category>Frédéric Chopin</category><category>Grigory Sokolov</category><category>Klavier</category><category>Konzert</category><category>Live</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/25/der-heimliche-weltstar/</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt gro&#223;e Stars am Klavier. Und dann gibt es die wenigen Ausnahmek&#252;nstler, die unter dem Radar fliegen, sich einen Dreck um Ruhm, Marketing und Plattenvertr&#228;ge scheren und nur f&#252;r ihre Musik leben. So einer ist Grigory Sokolov.Grigory Sikolov macht keine Plattenaufnahmen. Die wenigen existierenden Dokumente seiner Kunst sind allesamt live entstanden, in Konzerten. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt gro&#223;e Stars am Klavier. Und dann gibt es die wenigen Ausnahmek&#252;nstler, die unter dem Radar fliegen, sich einen Dreck um Ruhm, Marketing und Plattenvertr&#228;ge scheren und nur f&#252;r ihre Musik leben. So einer ist Grigory Sokolov.Grigory Sikolov macht keine Plattenaufnahmen. Die wenigen existierenden Dokumente seiner Kunst sind allesamt live entstanden, in Konzerten. Aber auch davon hat er seit Jahren keine mehr freigegeben. Sokolov ist musikalisch ein Besessener, der jedem Ton bis ins Letzte nachsp&#252;rt, der jede noch so kleine m&#246;gliche Nuance an Ausdruck und Tiefe, die in einem Musikst&#252;ck stecken, verwirklicht, also h&#246;rbar macht. Seine profunde Technik und absolute Kontrolle am Klavier dienen nicht einem virtuosen Vortrag, sondern der Reise in die Grenzbereiche dessen, was Musik vermitteln kann. Ein Konzert von Grigory Sokolov kann eine spirituelle Erfahrung sein.
<p style="text-align: center"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/11/11467035782.jpg" title="11467035782.jpg" rel="lightbox[pics62]"><img src="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/11/11467035782.thumbnail.jpg" width="500" height="375" class="imageframe imgaligncenter" alt="11467035782.jpg" /></a></p>
<p style="text-align: center"> </p>
<p align="left" style="text-align: center"> </p>
<p align="left">Soviel Intensit&#228;t hat ihren Preis. Es gibt immer wieder Ger&#252;chte, der scheue, 1950 geborene Russe leide an Alkoholismus, oder er sei ein unverbesserlicher Misanthroph. Das mag stimmen oder nicht. Dem Aussehen und der Ausstrahlung am Klavier darf man sich Sokolov als einen hei&#223;en Kandidaten f&#252;r die Hauptrolle in einem Beethovenfilm vorstellen - und zwar im besten Sinne, denn er ist genauso kompromisslos, eigen- und tiefsinnig. Wahrscheinlich ist Grigory Sokolov einer der wenigen Menschen, in deren innerer Welt nur Dinge wie K&#246;nnen, Erkenntnis und Leidenschaft f&#252;r das gew&#228;hlte Sujet z&#228;hlen. Die Handvoll Interviews, die er in vierzig Jahren Karriere gegeben hat, legen das jedenfalls nahe.</p>
<p align="left">Aus vollstem Herzen und aus dem Gl&#252;ck heraus, selbst eines erlebt zu haben, kann dieser Autor nur jedem, der Musik liebt, den Besuch eines Konzertes von Grigory Sokolov ans Herz legen, wo immer sich die M&#246;glichkeit ergibt. Der ideale Einstieg auf CD sind seine Chopin-Mitschnitte. Es gibt bislang zwei CDs, <a href="http://www.amazon.de/Sonate-2-Op-35-Etudes-Op-25/dp/B0000CNTJ2/ref=pd_bbs_sr_10?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1196163941&amp;sr=8-10" target="_blank">eine</a> mit den <em>Études op. 25</em> und der <em>2. Klaviersonate op.35</em> (mit dem Trauermarsch) und <a href="http://www.amazon.de/24-Preludes-Op-28-Sokolov/dp/B00005B6R7/ref=pd_bbs_sr_9?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1196163941&amp;sr=8-9" target="_blank">eine</a> mit den <em>24 Préludes op. 28</em>.</p>
<p align="left" style="text-align: center"> </p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/?p=62&amp;akst_action=share-this"  title="Weitersagen" id="akst_link_62" class="akst_share_link" rel="nofollow">Weitersagen</a>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/25/der-heimliche-weltstar/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Bis in den Tod&#8230;</title>
		<link>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/18/bis-in-den-tod/</link>
		<comments>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/18/bis-in-den-tod/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 16:47:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<category><![CDATA[Aufnahmen]]></category>

		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
<category>Beethoven</category><category>Konzertmitschnitte</category><category>Leonard Bernstein</category><category>Live</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/18/bis-in-den-tod/</guid>
		<description><![CDATA[
Es hat lange gedauert, bis mir von ihm etwas gefallen hat. Leonard Bernstein war f&#252;r mich ein bi&#223;chen wie gewisse Geschm&#228;cker, die man erst als Erwachsener zu sch&#228;tzen lernt. In meinen Teenagerjahren konnte ich mit seiner hitzigen Emotionalit&#228;t nicht umgehen, sie verleidete mir damals Geist und Seele der Musik, vor allem die der gewichtigen Deutschen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/11/leonard_bernstein_chef_dorchestre_1968_b.jpg" title="leonard_bernstein_chef_dorchestre_1968_b.jpg" rel="lightbox[pics59]"><img src="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/11/leonard_bernstein_chef_dorchestre_1968_b.thumbnail.jpg" class="imageframe imgalignleft" alt="leonard_bernstein_chef_dorchestre_1968_b.jpg" height="392" width="500" /></a></p>
<p>Es hat lange gedauert, bis mir von ihm etwas gefallen hat. Leonard Bernstein war f&#252;r mich ein bi&#223;chen wie gewisse Geschm&#228;cker, die man erst als Erwachsener zu sch&#228;tzen lernt. In meinen Teenagerjahren konnte ich mit seiner hitzigen Emotionalit&#228;t nicht umgehen, sie verleidete mir damals Geist und Seele der Musik, vor allem die der gewichtigen Deutschen, Beethoven, Schubert, Brahms.</p>
<p>Heute, mit 36, ist das anders. F&#252;r mein damaliges Empfinden war Lenny am Pult vor allem &#252;bersteigerte Emotionalit&#228;t, heute empfinde ich seinen Stil als lebendige Extase. Wohlgemerkt: seinen Altersstil. Denn Leonard Bernstein ist eines der besten Beispiele, wie sehr sich der Stil eines Musikers mit zunehmendem Alter ver&#228;ndern kann, ob nun zum Guten oder zum Schlechten. Bernstein in New York, also ungef&#228;hr bis 1970, das war Feurigkeit, Kantigkeit, gl&#252;hende Leidenschaft. Also kurz gesagt: eher Toscanini. Der &#8220;europ&#228;ische&#8221; Bernstein der noch folgenden knapp 20 Jahre, der Bernstein der Wiener Philharmoniker und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, war dagegen gepr&#228;gt von epischer Breite, von sinnlicher Tiefgr&#252;ndigkeit und exstatischen Emotionen. Also kurz: eher Furtw&#228;ngler.</p>
<p>Es bleibt eine Geschmacksfrage, ob Leonard Bernstein die &#220;berexstasen im langsamen Satz von <font size="-1">Dvořáks<strong> </strong></font>9. Symphonie &#8220;Aus der neuen Welt&#8221;, oder in den Finals&#228;tzen von Sibelius&#8217; 2. Symphonie und Tschaikowskys &#8220;Pathétique&#8221; aus diesen Werken herausgeholt, oder sie ihnen aufgezwungen hat. Was aber niemand ernstlich in Zweifel ziehen kann ist seine ziemlich einmalige F&#228;higkeit zur Verschmelzung von Epos und Intimit&#228;t. Sein Sp&#228;tstil hat die monumentalen Spannungsb&#246;gen, die eine gro&#223;e Symphonie zu einem transzendentalen Erlebnis machen k&#246;nnen; gleichzeitig wu&#223;te der Leonard Bernstein von M&#252;nchen und Wien diese organisch mit noch dem kleinsten, verspieltesten, intimsten Detail einer Partitur zu verbinden. Deshalb wirkt sein sp&#228;ter Beethoven, sein Brahms, sein Schubert wie Furtw&#228;ngler auf Droge in Stereo. Frechheit, sowas &#8230;! - aber f&#252;rwahr lebendig und ein echtes Erlebnis. Beethoven, Schubert und Brahms waren schlie&#223;lich selbst extreme Exstatiker, jeder auf seine Art&#8230;</p>
<p>Eines der bemerkenswerten Beispiele f&#252;r Lennys Alterstil, ist jetzt, gemeinsam mit den denkw&#252;rdigsten Beethovenkonzerten seiner sp&#228;ten Jahre, in einer <a href="http://www.amazon.de/Amnesty-Intern-Concert-Sinf-7/dp/B000TM0H5W/ref=sr_1_14?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1196166792&amp;sr=1-14" target="_blank">Box wieder erschienen</a>, die den lange nicht verf&#252;gbaren Teil seines Beethoven-Repertoires bei Deutsche Grammophon zusammenfa&#223;t. Herausragend darunter das M&#252;nchner Konzert f&#252;r Amnesty International vom 17.10. 1976, das, aufgrund rechtlicher Fragen, noch nie zuvor auf CD erh&#228;ltlich war. Leonard Bernstein dirigierte ein reines Beethovenprogramm, die <em>Leonoren-Ouvert&#252;re Nr. 3</em>, die <em>5. Symphonie</em> und das <em>4. Klavierkonzert</em>. Mit Claudio Arrau als Pianist. Es ist die einzige Aufnahme &#252;berhaupt, die diese beiden Beethoven-Giganten zusammen f&#252;r die Nachwelt festgehalten hat.Buchst&#228;blich bis in den Tod hat Lenny Beethoven dirigiert, das Dokument seines letzten &#246;ffentlichen Konzerts in Tanglewood bei Boston am 19. 08. 1990 belegt dies. Bernstein ging f&#252;r Beethovens <em>7. Symphonie </em>eingedenk der Bef&#252;rchtung, dass er das Konzert vielleicht nicht &#252;berleben werde, auf die B&#252;hne. Mehrmals ist deutlich wahrzunehmen, wie er stockt und fast zusammenbricht, aber er steht es durch. Knapp zwei Monate sp&#228;ter ist Leonard Bernstein tot. Als &#8220;s&#252;chtig nach beseelter &#220;berarbeitung&#8221; hat er sich stets bezeichnet&#8230;</p>
<p>Die Wiener Philharmoniker wollten erst nicht. Aber Mr. Bernstein. Heraus kam die reine Streicherexstase. Die Rede ist von Bernsteins Adaptionen f&#252;r Streichorchester der sp&#228;ten Beethoven-Quartette op. 131 und 135. Die Wiener Konzertmitschnitte von 1977 und 1989 wurden zu einem der musikalischen H&#246;hepunkte in Leonard Bernsteins Karriere. Ganz besonders im langsamen Satz von op.135 ( September 1989) findet die strenge, geradezu jenseitige Vergeistigung des Beethoven seiner letzen Werke ihre vollkommene Entsprechung in einem Streicherklang voll himmlischer Ruhe und tiefer Menschlichkeit. Beethovens und Bersteins k&#252;nstlerische Apotheose in einem Klangbild, das noch heute seinesgleichen sucht.</p>
<p>Photo by Arnold Newman.</p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/?p=59&amp;akst_action=share-this"  title="Weitersagen" id="akst_link_59" class="akst_share_link" rel="nofollow">Weitersagen</a>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/18/bis-in-den-tod/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Yellow Lounge, 8. 11. &#220;berw&#228;ltigende Location, falsche Musik</title>
		<link>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/11/yellow-lounge-8-11-ueberwaeltigende-location-falsche-musik/</link>
		<comments>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/11/yellow-lounge-8-11-ueberwaeltigende-location-falsche-musik/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Nov 2007 18:22:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
<category>Berghain</category><category>Berlin</category><category>Kolja Blacher</category><category>Konzert</category><category>Mahler Chamber Orchestra</category><category>Yellow Lounge</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/09/yellow-lounge-8-11-ueberwaeltigende-location-falsche-musik/</guid>
		<description><![CDATA[ 
Es war glorreich - auch wenn ich diesmal nicht aufgelegt habe :-).

Eine der st&#228;rksten Yellow Lounges der letzten Zeit. Ein rauschhafter, fast perfekter Abend - allerdings mit Sch&#246;nheitsfehlern, siehe weiter unten - der mir mal wieder eine erstklassige Gelegenheit liefert, meiner Obsession mit dem drum-herum (siehe auch: Asturiana im Radialsystem, Beitrag vom 22.10.) zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <a href="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/11/wae004.JPG" rel="lightbox[pics46]" title="wae004.JPG"><img src="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/11/wae004.thumbnail.JPG" alt="wae004.JPG" class="imageframe imgalignleft" height="332" width="500" /></a></p>
<p>Es war glorreich - auch wenn ich diesmal nicht aufgelegt habe :-).</p>
<p><a href="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/11/wae005.JPG" rel="lightbox[pics46]" title="wae005.JPG"><img src="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/11/wae005.thumbnail.JPG" alt="wae005.JPG" class="imageframe imgalignleft" height="332" width="500" /></a></p>
<p>Eine der st&#228;rksten Yellow Lounges der letzten Zeit. Ein rauschhafter, fast perfekter Abend - allerdings mit Sch&#246;nheitsfehlern, siehe weiter unten - der mir mal wieder eine erstklassige Gelegenheit liefert, meiner Obsession mit dem <em>drum-herum</em> (siehe auch: <em>Asturiana</em> im Radialsystem, Beitrag vom 22.10.) zu fr&#246;nen.</p>
<p>Den Abend gro&#223; gemacht hat zuerst die Location: Der Berliner Club <em>Berghain</em> ist ein echtes “Theatre of Dreams”, ein mehrgeschossiger, grandios verfallener industrieller Traum-Raum, der genau die Atmosph&#228;re erzeugt, die eine <em>Yellow Lounge</em> zum G&#228;nsehauterlebnis werden l&#228;&#223;t. Da drin h&#228;tte man auch <em>Blade Runner</em> drehen k&#246;nnen. Wenn dann noch, wie in diesem Fall, die DJ-Sets auch gegen Stimmengewirr gut klingen, weil die Soundanlage in der Lage ist, nicht nur B&#228;sse, sondern auch ein paar musikalische Feinheiten zu vermitteln, und selbst der Orchesterklang sich gut in die verwinkelte Steinarchitektur einpa&#223;t, dann muss nur noch die richtige Mischung aus Nerds und avantgardistischer Partycrowd zusammenkommen. So wie an diesem Abend, der echten Glamour austrahlte.</p>
<p>Der Sch&#246;nheitsfehler: Die Musikauswahl des ansonsten inspiriert aufspielenden <em>Mahler Chamber Orchestra</em>. Ich bin wahrlich kein gro&#223;er Freund der Moderne, aber hier h&#228;tte ich mir f&#252;r einmal gew&#252;nscht, Xenakis zu h&#246;ren. Oder Ligeti. Oder Silvestrov. Hier h&#228;tten solche Kl&#228;nge gepasst und ihre volle Live-Magie entfalten k&#246;nnen. Mit Kolja Blacher (der im <em>Berghain</em> auch die Leitung hatte) als Solist hat das <em>MCO</em> 2006 Bergs Violinkonzert auf CD ver&#246;ffentlicht, gemeinsames Repertoire in dieser Richtung w&#228;re also vorhanden gewesen.</p>
<p>Im Umkehrschlu&#223; muss man sagen, dass ein Schumann-Violinkonzert in dieser Atmosph&#228;re betulich und ein wenig beliebig wirkte. Das h&#228;tte auch mit dem zweiten Set, Mozarts <em>Jupiter-Symphonie</em>, passieren k&#246;nnen, aber das Orchester spielte den letzten Satz mit irrwitzig mitrei&#223;endem Verve, soda&#223; man dieser Gefahr zumindest zuletzt noch entkam. Mozart “rockte” f&#246;rmlich unter den H&#228;nden des Orchesters, das  eindeutig von der Magie des Abends angesteckt wurde.</p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/?p=46&amp;akst_action=share-this"  title="Weitersagen" id="akst_link_46" class="akst_share_link" rel="nofollow">Weitersagen</a>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/11/yellow-lounge-8-11-ueberwaeltigende-location-falsche-musik/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Celibidache: Wir brauchen mehr</title>
		<link>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/06/celibidache-was-alles-noch-fehlt/</link>
		<comments>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/06/celibidache-was-alles-noch-fehlt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Nov 2007 16:10:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<category><![CDATA[Aufnahmen]]></category>

		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
<category>Celibidache</category><category>Konzertmitschnitte</category><category>Münchner Philharmoniker</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/06/celibidache-was-alles-noch-fehlt/</guid>
		<description><![CDATA[
Kaum ein Musiker ist nach seinem Tod so umfassend aufgearbeitet worden wie Sergiu Celibidache. Das geschah unter erschwerten Bedingungen, da sich der Maestro zeitlebens mit gewichtigen philosophischen Argumenten gegen jedes Festhalten-wollen eines musikalischen Erlebnisses, das, folgt man seiner Argumentation, nur in dem Moment, indem es entsteht, lebendig existieren kann, verwehrt hat. Archivb&#228;nder haben es m&#246;glich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/11/sc2.jpg" rel="lightbox[pics55]" title="sc2.jpg"><img src="http://www.fuer-die-musik.de/wp-content/uploads/2007/11/sc2.jpg" alt="sc2.jpg" class="imageframe imgalignleft" height="227" width="462" /></a></p>
<p>Kaum ein Musiker ist nach seinem Tod so umfassend aufgearbeitet worden wie Sergiu Celibidache. Das geschah unter erschwerten Bedingungen, da sich der Maestro zeitlebens mit gewichtigen philosophischen Argumenten gegen jedes Festhalten-wollen eines musikalischen Erlebnisses, das, folgt man seiner Argumentation, nur in dem Moment, indem es entsteht, lebendig existieren kann, verwehrt hat. Archivb&#228;nder haben es m&#246;glich gemacht, dass uns dennoch - und sei es nur auf “t&#246;nenden Pfannkuchen” (Celibidache), eine Vorstellung davon geblieben ist, wie weit Orchestermusik &#252;ber Oberfl&#228;chenperfektion und gegl&#228;tteten Einheitsbrei hinausgehen kann.</p>
<p>Es ist also kein kleines Wunder, dass bei EMI vier gro&#223;e Boxen mit herausragenden Mitschnitten aus seiner Zeit bei den M&#252;nchner Philharmonikern erschienen sind. Sein Repertoire, von Bach bis Bruckner ist damit ziemlich gut abgedeckt. Und doch&#8230;</p>
<p>Wenn man nun seinen Stil und gleichzeitig sein M&#252;nchner Repertoire in Betracht zieht, so bleiben, trotz eines Bestands von 40+ CDs, viele schmerzliche L&#252;cken: Wer w&#252;rde nicht gerne einmal Schuberts <em>Unvollendete</em> von ihm h&#246;ren? Oder Sibelius 2.? Dvo<font size="-1">ř</font>áks 9. Symphonie, das erste St&#252;ck, das mich als Kind in den Bann der Musik gezogen hat, besitze ich als Konzertmitschnitt auf DVD. Wer das famose Cellokonzert mit Jacqueline du Pré aus Stockholm kennt, der kann sich wohl vorstellen, was f&#252;r Urgewalten Celi hier entfacht. Die Liste l&#228;&#223;t sich forsetzen: Die kompletten Klavierkonzerte von Beethoven und Brahms, das Violinkonzert und die 5. Symphonie von Sibelius, Strauss’ <em>Tod und Verkl&#228;rung</em> (<a href="http://www.amazon.de/Celibidache-Sergiu/dp/B00004ZB9I/ref=sr_1_3?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1195141976&amp;sr=1-3" target="_blank">das man wenigstens aus der fr&#252;heren Stuttgart-Zeit noch f&#252;r einen happigen Preis auf amazon Marketplace bekommt</a>)&#8230;</p>
<p>Um es deutlich zu sagen: F&#252;r mich sind Celibidaches philosophischer Ansatz, sein tiefer Ernst und seine breiten Tempi von singul&#228;rer Bedeutung und Aussagekraft in der Musik. Aber ich bin kein bedingungsloser Apologet, ich kann, wei&#223; Gott, ohne seinen Haydn, seinen Mozart (ausgenommen nat&#252;rlich das <em>Requiem</em>) und einen Gro&#223;teil seines Beethovens leben (mit Ausnahme der ungeheuren <em>Eroica</em>). Was mit ihm aber gut und gro&#223; war, Bruckner, Tschaikowsky, Brahms, Debussy, das sucht an Kraft, Sch&#246;nheit, Durchdringung und musikalischer Wahrhaftigkeit seinesgleichen. Und wird es noch lange suchen. Deshalb w&#252;nschen sich viele Aficionados, das die Celibidache-L&#252;cken eines Tages geschlossen werden.</p>
<p>Dass die EMI den Rest ver&#246;ffentlichen wird, ist wohl nicht mehr zu erwarten. Sobald einmal eine andere Plattenfirma den Versuch startet, sich des &#252;brigen M&#252;nchner Celi-Repertoires anzunehmen, bleibt nur zu hoffen, dass die Liebe zur Musik und zu Celis Verm&#228;chtnis die Oberhand &#252;ber &#252;berzogene Forderungen oder etwaige Eitelkeiten von seiten der Rechteinhaber behalten wird.</p>
<p>Wo und wie k&#246;nnte das m&#246;glich werden?</p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/?p=55&amp;akst_action=share-this"  title="Weitersagen" id="akst_link_55" class="akst_share_link" rel="nofollow">Weitersagen</a>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/06/celibidache-was-alles-noch-fehlt/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Was bringt das Internet der Klassik?</title>
		<link>http://www.fuer-die-musik.de/2007/10/29/was-bringt-das-internet-der-klassik/</link>
		<comments>http://www.fuer-die-musik.de/2007/10/29/was-bringt-das-internet-der-klassik/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2007 17:37:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
<category>INTERNET</category><category>KLASSIK</category><category>ONLINE</category><category>PRESSE</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fuer-die-musik.de/2007/11/02/was-bringt-das-internet-der-klassik/</guid>
		<description><![CDATA[Seit einiger Zeit stolpere ich immer wieder &#252;ber Kommentare und Artikel, die sich mit der Frage, inwiefern wohl das Internet zur &#8220;Rettung&#8221; der Klassik beitragen wird, auseinandersetzten, etwa von Alex Ross im New Yorker, oder, sich auf ihn beziehend, von Reinhard Brembeck in der SZ vom 17. 10. (nicht im Netz verf&#252;gbar).
Meine Meinung dazu: Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einiger Zeit stolpere ich immer wieder &#252;ber Kommentare und Artikel, die sich mit der Frage, inwiefern wohl das Internet zur &#8220;Rettung&#8221; der Klassik beitragen wird, auseinandersetzten, <a href="http://www.newyorker.com/reporting/2007/10/22/071022fa_fact_ross">etwa von Alex Ross im New Yorker</a>, oder, sich auf ihn beziehend, von Reinhard Brembeck in der SZ vom 17. 10. (nicht im Netz verf&#252;gbar).</p>
<p>Meine Meinung dazu: Da wird in die falsche Richtung gedacht. So sehr diese &#220;berlegungen vordergr&#252;ndig das Forum feiern, das das Netz f&#252;r die wahren Aficionados bietet, so sehr schielen die meisten, die da von &#8220;retten&#8221; sprechen, letztlich  auf Verbreitung, auf Verkaufszahlen, auf neue Absatzm&#246;glichkeiten, auf &#8220;virales Marketing&#8221;, also auf Massentauglichkeit - und gerade auf diese Faktoren, sorry, muss gepfiffen werden, wenn man wirklich die Klassik st&#228;rken will. Das erste Thema f&#252;r alle, denen klassische Musik am Herzen liegt, sollte meiner Meinung nach allein die Exzellenz sein, denn nur die Exzellenz bringt die Klassik voran. Nur Musiker, die &#252;ber die Gestaltungskraft verf&#252;gen, nach Gr&#246;&#223;en wie Arrau, Furtw&#228;ngler oder Callas ein eigenes, neues Kapitel mit origin&#228;ren musikalischen Ideen auf deren Augenh&#246;he aufzuschlagen. Und Exzellenz speist sich nunmal nicht aus Massenkompatibilit&#228;t, weder der Aussage, noch der Haltung, noch der Anziehungskraft nach. Sie kommt von K&#252;nstlern mit auskristallisierter Pers&#246;nlichkeit, die, ohne R&#252;cksicht auf Verluste, ihren eigenen G&#246;ttern folgen, nicht zweith&#228;ndisch denen des Marktes oder - was letztlich dasselbe ist - denen des momentanen Publikumsgeschmacks.</p>
<p>Also: Das internet bringt der Klassik dann was, wenn die Hardcore-Aficionados, jene Menschen, die Alex Ross voller Zuneigung als &#8220;geeks&#8221; bezeichnet, jede Site, jedes Forum und jeden Blog nutzen, um sich zur Elite zu bekennen! Bekennt Euch zu einem radikalen Qualit&#228;tsanspruch. Bekennt Euch zu edel gemachten CDs und zu High-End-Anlagen von Burmester, Lua oder Linn. Bekennt Euch zu Spinnern und Au&#223;enseitern wie Sokolow, wie Afanassiev, wie Segerstam,  die auf jede Massenerw&#228;gung pfeifen. Dadurch bekommt die Klassik als Bewegung vielleicht auf lange Sicht wieder Selbstvertrauen und auch wieder eine Ausstrahlung, die - als Faszinosum - geeignet ist, Menschen in ihren Bann zu ziehen, f&#252;r die die Musik allein das (noch) nicht leisten konnte.</p>
<p>Ansonsten ist das Netz nat&#252;rlich klasse. Bei dem Versuch, mir vorzustellen, wie Leute fr&#252;her journalistische Recherchearbeit ohne Internet bew&#228;ltigt haben, steigt in mir eine Mischung aus Grauen und Bewunderung auf. Bei amazon findet sich jede Platte, auch lange Gestrichenes, meist mit H&#246;rbeispielen. Aus Japan bestelle ich heute &#252;ber das Internet seltene CDs, die fr&#252;her in Europa nicht zu kriegen waren, f&#252;r knapp zehn Euro inklusive Versand und drei Tage sp&#228;ter ist die Scheibe da. Man findet einfach alles. Jede Information, jede rare Aufnahme. Und wie in den Kommentaren bereits angemerkt wurde, geht in Richtung online libraries, Konzertmitschnitte usw. zuk&#252;nftig noch viel mehr. Der Naxosgr&#252;nder Klaus Heymann &#228;u&#223;ert dazu in dem &#252;brigens hochinteressanten Artikel im New Yorker (siehe Link weiter oben) einige vision&#228;re Ideen. Zudem finden sich viele Gleichgesinnte. Die sehr wohltuende und bereichernde Vernetzung der echten Aficionados funktioniert, zumindest im anglikanischen Sprachraum, schon sehr gut, was jedoch hierzulande noch zu w&#252;nschen &#252;brig l&#228;&#223;t. Lob und Preis dem Internet, ganz ehrlich. Aber das Netz ist nicht das Entscheidende f&#252;r die klassische Musik und wird es, meiner Meinung nach, auch nicht werden.</p>
<p>Denn letztlich gilt f&#252;r die Klassik genau das, was auch f&#252;r den Fu&#223;ball gilt: Wichtig is&#8217; auf&#8217;m Platz. Und der Platz ist immer noch die Konzertb&#252;hne und bestenfalls noch das Aufnahmestudio.</p>
<p>Kommentare, bitte!</p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/?p=45&amp;akst_action=share-this"  title="Weitersagen" id="akst_link_45" class="akst_share_link" rel="nofollow">Weitersagen</a>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fuer-die-musik.de/2007/10/29/was-bringt-das-internet-der-klassik/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Asturiana mit Kim Kashkashian im Berliner Radialsystem V</title>
		<link>http://www.fuer-die-musik.de/2007/10/22/asturiana-mit-kim-kashkashian-im-berliner-radialsystem-v/</link>
		<comments>http://www.fuer-die-musik.de/2007/10/22/asturiana-mit-kim-kashkashian-im-berliner-radialsystem-v/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Oct 2007 16:29:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzerte]]></category>

		<category><![CDATA[Künstler]]></category>
<category>Asturiana</category><category>ECM</category><category>Kim Kashkashian</category><category>Radialsystem V</category><category>Robert Levin</category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fuer-die-musik.de/2007/10/22/asturiana-mit-kim-kashkashian-im-berliner-radialsystem-v/</guid>
		<description><![CDATA[Ich mag es, wenn das darum-herum stimmt. Sch&#246;nes Licht, eine angenehme Bestuhlung und ein Raum, der wenigstens ein wenig zum Tr&#228;umen einl&#228;dt, sind f&#252;r ein stimmiges Konzert keine Marginalien. Ich meine das ganz im Sinne von Bill Viola, der oft von Museen verlangt, dass rund um seine spektakul&#228;ren Videoinstallationen gen&#252;gend dunkler Raum vorhanden sei, sodass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mag es, wenn das darum-herum stimmt. Sch&#246;nes Licht, eine angenehme Bestuhlung und ein Raum, der wenigstens ein wenig zum Tr&#228;umen einl&#228;dt, sind f&#252;r ein stimmiges Konzert keine Marginalien. Ich meine das ganz im Sinne von Bill Viola, der oft von Museen verlangt, dass rund um seine spektakul&#228;ren Videoinstallationen gen&#252;gend dunkler Raum vorhanden sei, sodass sich Paare dort zum Knutschen niederlassen k&#246;nnen. F&#252;r ein sinnliches Kunstwerk sollte eben auch der Darstellungsraum &#252;ber eine gewisse Sinnlichkeit verf&#252;gen. Aber klar, die Musik selbst sowie eine perfekte Akustik sind die wichtigeren Bestandteile - und man kann nur in den seltensten F&#228;llen alles auf einmal haben. Wenn doch, dann ist es ein Gl&#252;cksfall. So geschehen am vergangenen Freitag im Radialsystem V in Berlin.</p>
<p>Am Abend dieses Tages hatte ich eigentlich gar keine Zeit f&#252;r Musik, weil eine Freundin ihren 40. Geburtstag feierte. Nur wollte ich mir Kim Kashkashian und Robert Levin mit ihrem Programm <em>Asturiana</em> (seit kurzem auch auf CD, <strong>ECM</strong> <strong> 476 6149</strong>) auf keinen Fall entgehen lassen. Spanische und argentinische Volkslieder von de Falla, Granados, Ginastera, Montsalvatge, transkribiert f&#252;r Viola und Klavier - das klang mir zu sehr nach stimmungsvoller Melancholie, nach leidenschaftlich-elegischer Novembertraurigkeit, als das ich mich dem h&#228;tte entziehen k&#246;nnen. Und es wurde tats&#228;chlich ein erlesenes Konzert, ein Abend an dem, bis hin zu den eingangs angesprochenen Rahmenbedingungen, einfach alles stimmte (ich habe niemanden gesehen, aber auch dunkle Ecken waren vorhanden&#8230;). Schon lange genie&#223;t Kim Kashkashian als unvergleichliche Violaspielerin Weltruhm. Aber so ein &#228;u&#223;erliches Attribut ist keine Vorbereitung auf die exquisite Kantabilit&#228;t, auf die dunklen Ges&#228;nge von Liebe und Traurigkeit, die sie ihrem Instrument entlockt. Und Robert Levin, ein klassischer Pianist mit Schwerpunkt Alte Musik, offenbarte an der Seite seiner langj&#228;hrigen musikalischen Partnerin eine Seele, die in Wahrheit irgendwo im Zwischenreich von Tango und Jazz zu wohnen scheint.</p>
<p>Das war echtes Musikantentum, ein deftiges Auskosten der Spannung zwischen Momenten feuriger Bravura und der innigsten, zartesten Pianissimo-Stille. Ein symbiotisches k&#252;nstlerisches miteinander verwachsen sein zweier au&#223;ergew&#246;hnlicher K&#246;nner. Musik, wie man sie sich sp&#228;tnachts im Juli auf einer Madrilenischen Plaza ertr&#228;umen w&#252;rde&#8230;</p>
<p class="akst_link"><a href="http://www.fuer-die-musik.de/?p=44&amp;akst_action=share-this"  title="Weitersagen" id="akst_link_44" class="akst_share_link" rel="nofollow">Weitersagen</a>
</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.fuer-die-musik.de/2007/10/22/asturiana-mit-kim-kashkashian-im-berliner-radialsystem-v/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
	</channel>
</rss>
